Welternährung

Fast eine Millarden Menschen hungern auf dieser Welt!

Obwohl Welthunger ein sehr komplexes und globales Problem ist, das viele Faktoren umfasst (Klimawandel, Wasserknappheit, Güterverteilung etc.), spielen die Konsumgewohnheiten wohlhabender Länder eine entscheidende Rolle. Das Problem des Welthungers hat im Prinzip wenig mit Ressourcenknappheit zu tun als vielmehr mit Ungleichheit, Güterverteilung, Erwerbskraft und den konsumbezogenen Präferenzen der Wohlhabenden.

Aufgrund der Bevorzugung von Fleisch und anderen tierischen Produkten auf Seite derjenigen, die den Marktpreis zahlen können, werden Millionen von bebaubarem Land in Industrie- und Entwicklungsländern verwendet, um Tiere statt Menschen zu ernähren. Industrielle Systeme zur Fleischproduktion, die den täglichen Konsum und die Ausbeutung von Tieren möglich machen, können es sich leisten, höhere globale Lebensmittelpreise zu bezahlen als die hungernden Bürger armer Länder. Mit anderen Worten: Fleisch ist nicht nur ein Luxus für die Reichen, es ist auch die Ursache für großes Leiden auf Seite der Armen.

Beispiel: Ein Hektar Land “produziert” Rindfleisch für die Ernährung von nur einem Menschen oder aber genügend Kartoffeln für 22 Menschen.

Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Weisen, auf die der Konsum von Tieren zum Welthunger beiträgt. Die Viehindustrie ist schätzungsweise für 18% der globalen Treibhausgase verantwortlich, womit sie den Anteil des Transportsektors übertrifft. Auch die Wasserknappheit ist eine Komponente der weltweiten Hungerkrise, die durch eine weltweite Umstellung der Ernährungsgewohnheiten vermindert werden könnte.

Dies nur ein kurzer Umriss der Problematik.

 

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