Auswirkungen der Klimaerwärmung

Die verherenden Auswirkungen der heutigen Treibhausgase werden in Klimamodellen vorhergesagt und Einige erleben wir jetzt schon.
Nachfolgend möchten wir die Wichtigsten kurz erläutern:

Abschmelzung der Pole und Gletscher
Durch die globale Erwärmung schmilzt das Eis am Nordpol, auf Grönland und in vielen Gletschern auf der Erde.
In der Antarktis wird der Eisschwund im Moment noch durch erhöhte Niederschläge in Form von Schnee ausgeglichen, aber mittelfristig wird auch hier der Eispanzer schmilzen.
Mit dem Abschmilzen der Eisflächen wird weniger Sonnenlicht reflektiert, dafür aber mehr absorbiert, d.h. die Erwärmung und damit das Abschmelzen wird dadurch nochmals verstärkt (Rückkopplungsprozesse).

Wassermangel
Flüsse und Seen, die durch Gletcher gespeist werden, sind in vielen Ländern der Erde eine einigermaßen konstante und wichtige Wasserquelle, die durch das Abschmelzen versiegen werden. In Indien beispielsweise erhalten 50% der Bevölkerung 40% ihres Trinkwassers aus dem Schmelzwasser der Himalaya-Gletcher.

Verschiebung von Klima- und Vegetationszonen

Durch die Klimaerwärmung kommt es zur Verschiebung von Vegetationszonen.
So finden wärme liebende Tiere und Pflanzen ihren Weg in den Norden und verdrängen damit Teile der einheimischen Flora und Fauna. Diese müssen dann entweder in andere Gebiete ausweichen oder sie verschwinden ganz.
Eisbären beispielsweise werden keinen natürlichen Lebensraum mehr finden, wenn erstmal der Nordpol fast eisfrei geworden ist.

Steigende Meeresspiegel

Die Wassermassen, die durch das Abschmelzen der Pole und Gletcher frei werden, führen zu einem Ansteigen des Meeres. Bedenkt man, dass sich viele Menschen gerade am Meer angesiedelt haben, wird es wahrscheinlich zu einer Völkerwanderung ungekannten Ausmaßes kommen.
Schon jetzt haben erste Sudseeinseln mit einer kaum mehr bewohnbaren Umgebung zu kämpfen.

Verlust der Biodiversität / Artenschwund
Die Erwärmung der Erde geht im Moment so schnell von statten, dass viele Tier- und Pflanzenarten überhaupt nicht die Möglichkeit haben, sich anzupassen.
In früheren erdgeschichtlichen Phasen war das noch anders. Klimawandel, die über mehrere 100.000 Jahre vonstatten gingen, gaben vielen Arten genügend Zeit, sich an die ändernden Umweltbedingungen anzupassen.
Das ist heute nicht mehr der Fall. Zu kurz ist der Zeitraum und zu groß der Änderungsdruck, als dass sich die Tier- und Pflanzenwelt anpassen könnte.
Ein anderes Problem ist das Ansteigen der Kohlendioxid Konzentration in der Atmosphäre. Denn ein großer Teil wird in den Meeren aufgelöst und macht sie so zu sauer für Arten, die ein Skelett bzw. Gehäuse aus Kalk aufbauen. Gerade Korallen, die Basis für die Nahrungskette von vielen Meeresbewohnern, sind davon betroffen. Zusätzlich macht ihnen das wärmere Wasser zu schaffen.

Mehr Wetterextreme
Das Klima auf der Erde wird nicht einfach gleichmäßig wärmer werden, sondern es wird Regionen geben, die stärker erwärmt werden und andere Regionen, die scheinbar kaum betroffen sind. Scheinbar deshalb, weil in einer globalisierten Welt die Probleme eines Landes Auswirkungen auf viele Andere hat.
Allgemein wird aber davon ausgegangen, dass sich Wetterextreme wie ausgeprägte Dürreperioden oder heftige Niederschläge häufen werden. Man geht z.B. davon aus, dass Hurricans und in seiner Folge Überschwemmungen in ihrer Intensität heftiger werden.

Ausbreitung von Krankheiten
Durch die Verschiebung der Vegetationszonen und der allgemeinen Erwärmung, finden Parasiten und Krankheiten ihren Weg in bisher nicht betroffene Gebiete. So kann durchaus der Malaria der Sprung nach Europa gelingen.

Hunger
Ernteausfälle aufgrund von Wetterextremen und des Verlustes von Nutzflächen werden die weltweite Nahrungsmittelversorgung verschlechtern und damit zu noch mehr hungernden Menschen führen.
Erkennbar ist der Trend jetzt schon.

Hinterlasse eine Antwort