Ethik

Für die Tiere – Donnerstag Veggietag

Immer mehr Menschen ist heute der Tierschutz wichtig. Wie in einer Gesellschaft mit Tieren umgegangen wird, verfolgen sie deshalb mit großer Aufmerksamkeit. In einer Welt, in der die Fleischburger einzeln verpackt über den Ladentisch gehen und den Kindern Wurst in Form von lustigen Gesichtern angeboten wird, geht der Bezug zum Tier und damit zum Ursprung vieler Nahrungsmittel mehr und mehr verloren. Durch die Anonymität der Produkte und die Unkenntlichmachung ihres Ursprungs gibt es kaum mehr eine Beziehung zu den Tieren, die in unserer Gesellschaft als „Nutztiere“ gehalten werden.

In der industriellen Fleischproduktion werden Kühe, Schweine, Hühner, Kaninchen und viele weitere Tiere in engen Käfiganlagen gehalten, in denen sie oftmals nicht einmal genügend Platz haben, um sich hinzulegen oder umzudrehen. So können sie ihren natürlichen Verhaltensweisen nicht nachkommen. Der Bewegungsmangel macht die Tiere krankheitsanfällig, weshalb sie neben dem Mastfutter auch regelmäßig Medikamente erhalten. Auch vor ihrer Tötung erleiden die Tiere viele Schmerzen, beispielsweise bei der Kastration oder der Enthornung von Rindern. Hinzu kommen stunden- oder sogar tagelange Transporte, häufig über Ländergrenzen hinaus, bei denen die Tiere enormem Stress ausgesetzt sind. Vor der Schlachtung werden sie mittels Bolzenschussapparaten, Elektroschocks oder Kohlendioxid-Begasung betäubt, anschließend wird ihnen die Kehle durchgeschnitten. Im Durchschnitt erreichen „Nutztiere“ wie Hühner oder Kaninchen nur einen Bruchteil ihrer natürlichen Lebenserwartung, da sie im Alter von einigen Wochen oder wenigen Monaten geschlachtet werden. Männliche Küken werden sofort nach dem Schlüpfen getötet, weil sie für die Produktion von Eiern unbrauchbar sind. Ein Fleischrind lebt maximal zwei Jahre, eine Milchkuh wird nach ungefähr vier bis fünf Jahren geschlachtet.

Im Laufe seines Lebens isst jeder Deutsche durchschnittlich 4 Rinder, 46 Schweine und 945 Hühner; hinzu kommen unzählige weitere Fische, Kaninchen, Puten oder Gänse. Jeder Tag ohne Fleischverzehr hilft, Tierleben zu retten.

(Quelle: http://www.donnerstag-veggietag.de/hintergrund/tierschutz.html)

Weitere Infos finden sich auch auf den Seiten der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell

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